Umami-Zutaten im Stillleben: Pilze, Knoblauch, Parmesan, Sojasauce, Olivenöl, rote Zwiebeln, Kirschtomaten am Zweig, frische Kräuter, Pfefferkörner und Schälchen mit Saucen.
Umami: Herzhaft, rund, anhaltend
Umami rundet Gerichte perfekt ab. Brühen, gereifter Käse und Tomatensoßen wirken dadurch besonders rund und vollständig.
Umami ist der Geschmack, der Gerichten Tiefe verleiht. Nicht scharf, süß oder sauer, sondern voll, herzhaft und würzig. Oft wirkt Umami wie ein kulinarischer Bass: selten als einzelner Ton klar zu erfassen, aber sofort spürbar, sobald er fehlt. Was wie Küchenmagie erscheinen mag, ist gut erklärbar und hat mit ganz bestimmten Stoffen zu tun, die auf der Zunge eigene Rezeptoren aktivieren.
Im Zentrum stehen Moleküle wie L-Glutamat sowie sogenannte 5’-Ribonukleotide, vor allem Inosinat (IMP) und Guanylat (GMP). Sie kommen natürlicherweise in vielen Lebensmitteln vor und verstärken gemeinsam das, was als „Würze“, „Fülle“ oder „Herzhaftigkeit“ wahrgenommen wird. Genau deshalb wirkt ein gut gereifter Käse so rund, eine Tomatensoße so befriedigend oder eine klare Brühe so erstaunlich füllig.
Historisch führt die Spur nach Japan
Anfang des 20. Jahrhunderts beschrieb der Chemiker Kikunae Ikeda Umami als eigenständigen Geschmack, inspiriert unter anderem von Kombu-Brühe. Er identifizierte L-Glutaminsäure als entscheidenden Baustein. Was lange als regionale Besonderheit oder schwer übersetzbares „asiatisches Konzept“ galt, ist heute in der sensorischen Forschung fest verankert. Umami wird als grundlegende Geschmacksqualität verstanden, nicht als bloße Mischung bekannter Eindrücke, sondern als eigener Baustein, der Aromen verbindet und Speisen abrundet.
Pilze, Miso, Sojasauce, Kombu und Katsuobushi, aber auch Lachsrogen und Edamame, bilden die aromatische Basis japanischer Gerichte.
Die drei Umami-Hauptakteure
Glutamat, der Grundton: L-Glutamat liefert den eigentlichen Umami-Geschmack. Es kommt natürlicherweise unter anderem in Tomaten, gereiftem Käse, Sojasoße oder Algen vor und bildet die herzhafte Basis.
Inosinat (IMP): IMP findet sich vor allem in Fleisch und Fisch. Allein schmeckt es weniger deutlich nach Umami, wirkt aber in Kombination mit Glutamat wie ein Verstärker und intensiviert den Umami-Geschmack.
Guanylat (GMP): GMP ist typisch für Pilze, besonders für getrocknete. Auch hier liegt die Stärke im Zusammenspiel. Zusammen mit Glutamat wird Umami noch kräftiger.
Gereifter Käse, Schinken und Oliven sorgen für Tiefe, Fülle und herzhaften Geschmack
Umami entsteht oft durch Reifen, Fermentation und viel Zeit
Reife und Fermentation verstärken Umami, weil sie Geschmacksträger freisetzen. Trocknung und lange Kochzeiten verstärken Umami vor allem, weil sie konzentrieren, extrahieren und abrunden. So werden Hartkäse, Sojasoße, Miso, Fischsoße, getrocknete Tomaten oder Shiitake zu echten Gamechangern.
Glutamat ist in vielen proteinhaltigen Lebensmitteln vorhanden, besonders deutlich wird der Umami-Eindruck aber dann, wenn Glutamat frei vorliegt und nicht in großen Eiweißstrukturen gebunden ist. Genau hier setzen Reifung und Fermentation an: Sie zerlegen Proteine schrittweise in kleinere Bausteine, darunter freie Aminosäuren. Das kann den herzhaften, runden Eindruck deutlich verstärken.
Reife: Enzyme legen Geschmack frei
Bei gereiftem Käse, Schinken oder anderen lange gelagerten Produkten arbeiten natürliche Enzyme über Wochen oder Monate. Dabei werden Proteine teilweise abgebaut und der Geschmack gewinnt an Tiefe und der typischen Fülle.
Fermentation: Mikroorganismen bauen Aroma-Komplexität auf
Sojasoße, Miso oder Fischsoße entstehen durch kontrollierte Fermentation. Mikroorganismen und Enzyme zerlegen Eiweiß und andere Bestandteile, wodurch sich aromatische Bausteine anreichern. Das Ergebnis wirkt oft besonders vielschichtig: salzig, rund, anhaltend, mit klarer Umami-Basis.
Trocknung: Konzentration statt Zauberei
Beim Trocknen passiert etwas ganz Einfaches: Das Wasser geht, der Geschmack bleibt. Getrocknete Tomaten oder getrocknete Shiitake sind deshalb so intensiv, weil ihre Umami- und Aromastoffe konzentriert sind. Bei Pilzen kommt zudem hinzu, dass beim Trocknen umami-verstärkende Stoffe besonders wirksam sein können, daher die enorme „Würzkraft“ schon in kleinen Mengen.
Lange Garzeit: Ausziehen, reduzieren, abrunden
Beim langen Köcheln und Schmoren entsteht Umami vor allem durch Ausziehen und Zusammenführen: Aromastoffe und bereits vorhandene Umami-Komponenten gehen in die Flüssigkeit über, und durch sanfte Reduktion wird alles dichter. Zusätzlich liefert die Gelatine aus Bindegewebe ein samtiges Mundgefühl, kein Umami im engen Sinn, aber ein Effekt, der „Fülle“ und Harmonie stark unterstützt.
Getrocknete Tomaten und Shiitake bringen konzentriertes Umami für mehr Tiefe, Würze und Aroma
Umami-Synergie: 1 + 1 ist mehr als 2
Auf der Zunge reagieren Umami-Rezeptoren (u. a. T1R1/T1R3) auf Glutamat. IMP oder GMP wirken dabei wie ein Verstärker auf Rezeptorebene: Sie stabilisieren den aktivierten Zustand des Rezeptors, sodass Glutamat besser wahrgenommen wird, das Umami-Signal wird stärker, obwohl nicht unbedingt mehr Glutamat vorhanden ist.
In sensorischen Prüfungen zeigt sich die Synergie besonders deutlich, wenn Glutamat und IMP/GMP in einem günstigen Verhältnis zusammenkommen. Ein festes Ideal-Verhältnis gibt es jedoch nicht. Je nach Konzentration, Lebensmittelmatrix und Zubereitung verschiebt sich das Optimum. Praktisch heißt das: Schon kleine Mengen IMP oder GMP können die Umami-Wahrnehmung von Glutamat deutlich anheben.
So entstehen Gerichte, die voller, runder und anhaltend herzhaft sind.
Umami-Booster: Zutaten für viel Tiefe und Fülle
Der Umami-Booster ist ein kleiner Geschmackskompass für mehr Tiefe im Essen. Ob für die schnelle Feierabendküche oder ein kleines Menü zu Hause, hier finden sich Umami-Klassiker und moderne Helfer, die Soßen, Gemüse, Pasta und vieles mehr „pimpen“.
Jede Karte zeigt kompakt, wie stark der Umami-Impuls ist, welche Menge ein guter Einstieg ist und wofür die Zutat besonders gut passt. So wird aus „irgendwas fehlt noch“ in Sekunden eine konkrete Lösung, ein kleines Extra, das Soßen runder macht, Brühen kräftiger, Gemüse herzhafter, und Pasta plötzlich wie beim Italiener schmecken. Einfach durch die Kategorien stöbern oder ein Stichwort eingeben, etwa „Pasta“, „Suppe“, „Wok“, „Dressing“, „Pilze“ oder „vegan“, und schon werden nur die passenden Zutaten angezeigt.
Legende: ★★★★★ extrem · ★★★★☆ sehr hoch · ★★★☆☆ hoch · ★★☆☆☆ mittel
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Würzen & Soßen›
MSG (E621)★★★★★
Start 1 Prise bis 1/8 TL (danach abschmecken)
Best in Suppen & Brühen, Soßen/Jus, Gemüsepfannen, Wok, Reis & Nudeln, Eintöpfe/Chili, Pilzgerichte, Füllungen/Hack, vegane „Jus“
Tipp Salz leicht senken; etwas Säure (Zitrone/Essig) macht’s frischer und „klarer“.
veganAllround
Sojasoße (Shoyu/Tamari)★★★★★
Start 1–2 TL (als Finish oft schon ½ TL)
Best in Soßen & Jus, Pfanne/Wok, Marinaden/Glazes, Dressings/Vinaigrette, Pilze & Gemüse, Ragù/Schmorgerichte, Ofengemüse, Ramen/Brühen, Burger & Sandwiches
Tipp Als Finish mit Butter/Öl emulgieren → „Restaurant-Moment“ in Sekunden.
veganShortcut
Miso★★★★☆
Start 1–2 TL (weiß mild, rot kräftiger)
Best in Suppen (Miso/Ramen), Soßen & Glazes, Marinaden, Dressings/Dips, Pilze & Gemüse, Hülsenfrüchte, Pürees, Miso-Butter, vegane „Jus“/Brühen
Tipp Erst am Ende einrühren (nicht sprudelnd kochen), sonst leidet Aroma.
veganFerment
Fischsoße (Nam Pla/Nuoc Mam)★★★★★
Start ½–1 TL (sehr potent)
Best in Currys & SEA-Eintöpfe, Wok/Stir-fry, Tomatensoßen, Dressings/Vinaigrette, Brühen (Pho/Tom Yum-Style), Schmorgerichte, Marinaden/BBQ-Soßen, Gemüse (v. a. Kohl/Brokkoli)
Tipp Mit Limette + Prise Zucker balancieren → weniger „fischig“, mehr Tiefe.
nicht veganSEA
Austernsoße★★★★★
Start 1–2 TL
Best in Wokgemüse (Brokkoli!), gebratene Nudeln & Reis, Rind/Huhn, Pilze, schnelle Pfannensoßen, Marinaden, „Stir-fry“-Glazes, Gemüsepfannen, Asian-Style Gravy
Tipp Mit Brühe/Wasser/Öl verdünnen, sonst dominiert sie schnell.
nicht veganWok
Worcestershire Soße★★★★☆
Start ½–1 TL
Best in Burger & Hackgerichte, Chili & Eintöpfe, Ragù/Bolognese, Steak-/Bratensoßen, Marinaden, Pilzpfannen, Caesar-/BBQ-Dressings, Bloody Mary & herzhafte Drinks
Tipp Je nach Marke nicht vegan (oft Anchovis) → vegan-Filter „kommt drauf an“.
kommt drauf anKlassiker
Kimchi★★★★☆
Start 2–4 EL (plus 1–2 EL Kimchi-Saft als Würze)
Best in Bowls & Reisgerichte, Ramen/Instantnudeln, Eintöpfe (Kimchi-jjigae), Fried Rice, Pfannkuchen, Sandwich/Burger, Tacos, Salate, Toast/Grilled Cheese, schnelle Brühen
Tipp Viele Sorten enthalten Fischsoße/Shrimp → vegan je nach Produkt.
kommt drauf anFerment
Hefe & vegane Booster›
Hefeflocken (Nährhefe)★★★★☆
Start 1–2 EL (für Soßen auch mehr)
Best in vegane „Käsesoßen“, Pasta & Risotto, Pesto & Aufstriche, Dips (Hummus/Cashew), Kartoffelpüree, Ofengemüse, Popcorn/Knabbereien, cremige Suppen, Bowl-Toppings
Tipp Mit Knoblauch + Zitronensaft wirkt’s besonders „käsig“ und frisch.
veganKäse-Feeling
Hefeextrakt (z. B. Marmite/Vegemite)★★★★★
Start ¼–½ TL (sehr intensiv)
Best in Brühen & vegane Fonds, Soßen/Jus-Style, Eintöpfe/Chili, vegetarische Bolognese, Pilzgerichte, Marinaden, Gravy, Aufstriche, „Beefy“-Geschmack in veganen Gerichten
Tipp Erst in wenig heißer Flüssigkeit lösen, dann einarbeiten (klumpt sonst).
veganextrem
Schwarzer Knoblauch★★★☆☆
Start 1–2 Zehen (püriert)
Best in Dressings & Vinaigrette, Dips/Mayos, Soßen & Glazes, Butter/Öl als Finish, Gemüse (v. a. Pilze, Kürbis), Burger & Sandwiches, Ramen-Topping, Steak/Tofu-Marinaden
Tipp Gibt Umami + leichte Süße – perfekt mit Säure (Zitrus/Essig) balancieren.
veganFinish
Ferment-Pasten & Bohnen›
Gochujang★★★★☆
Start 1 TL
Best in Glazes (Ofen/Grill), Marinaden, Bibimbap/Bowls, Eintöpfe & Schmorgerichte, Ramen/Brühen, Wokgerichte, Dips/Soßen, Tofu/Tempeh, „Spicy Mayo“
Tipp Manche Marken mit Fisch/Meeresfrucht → vegan je nach Produkt.
kommt drauf anSpicy
Doenjang★★★★☆
Start 1–2 TL
Best in Suppen (Doenjang-jjigae), Eintöpfe, Gemüse & Pilze, Soßen/Dips, Brühen, Wokgerichte, Marinaden, Hülsenfrüchte, herzhafte Pürees
Tipp Sehr kräftig: mit etwas Süße (Honig/Zucker) + Säure ausbalancieren.
kommt drauf anKorea
Doubanjiang (Sichuan)★★★★☆
Start ½–1 TL (anrösten!)
Best in Mapo Tofu, Wokgerichte, Nudelgerichte, Soßen & Schmorgerichte, gebratener Reis, Gemüsepfannen, Brühen mit Kick, Marinaden, Chili-Öle/Grundwürzen
Tipp Erst in Öl anrösten, dann Flüssigkeit → Aroma wird runder und weniger „roh“.
kommt drauf anSichuan
Douchi / Schwarze Bohnen (fermentiert)★★★★☆
Start 1 TL (gehackt/zerdrückt)
Best in Wokgerichte, „Black Bean Soße“, Fisch & Gemüse (auch vegan), Nudeln & Reis, Pfannensoßen, Tofu, Schmorgerichte, Dips, schnelle Marinaden
Tipp Kurz in Öl anrösten, dann Knoblauch/Ingwer dazu → Tiefe ohne Bitterkeit.
veganUmami-Bombe
Algen›
Kombu (getrocknet)★★★★★
Start 5–10 cm / 1–2 L
Best in Dashi, vegane Brühen/Fonds, Ramen/Udon, Hülsenfrüchte (Einweich-/Kochwasser), Suppen & Eintöpfe, Soßenbasis, Risotto-Grundlage, Gemüsefond
Tipp Nicht sprudelnd kochen: ziehen lassen, dann entfernen → sauberer Geschmack.
veganDashi
Nori★★★★★
Start ½–1 Blatt (geröstet/zerkrümelt)
Best in Sushi/Reis/Onigiri, Bowls, Salate, Ramen-Topping, Eiergerichte (falls), Kartoffeln, Gemüsepfannen, Snack-Finish, Dips (z. B. Mayo) mit „Meeres“-Note
Tipp Als Finish verwenden (nicht lange mitkochen), dann bleibt Aroma frisch.
veganFinish
Wakame★★★★☆
Start 1–2 TL getrocknet (kurz einweichen)
Best in Misosuppe & klare Suppen, Algensalat, Bowls, Ramen/Udon, Gemüsebeilagen, Reisgerichte, Dashi-Varianten, Soßen mit Meer-Note
Tipp Nach dem Einweichen gut ausdrücken, dann dosiert verwenden.
veganJapan
Dulse★★★★☆
Start 1–2 TL (Flocken) / kleine Stücke
Best in vegane „Speck“-Note (kurz geröstet), Salate, Kartoffelgerichte, Suppen & Eintöpfe, Hülsenfrüchte, Bowls, Gemüsepfannen, Sandwich-Filling, Chips/Crunch-Topping
Tipp Kurz in trockener Pfanne rösten → Aroma wird nussig-herzhaft.
veganCrunch
Tomate›
Tomatenmark & getrocknete Tomaten★★★★★
Start Mark: 1–2 TL · Getrocknet: 2–4 Stück
Best in Pasta-Sugo & Ragù, Schmorgerichte, Eintöpfe/Chili, Currys, Gemüsepfannen, BBQ-/Grill-Soßen, Dressings/Aufstriche, Suppen (Tomate/Linse), Pilzgerichte, Ofengemüse
Tipp Mark kurz anrösten, dann ablöschen → mehr Tiefe, weniger Säureschärfe.
veganAlltag
Tomaten (sehr reif)★★★★☆
Start großzügig als Basis
Best in Salate & Bruschetta, Salsas, Soßen, Shakshuka (falls), Ofentomaten/Ofengemüse, Suppen, Pasta-Basis, Ratatouille, Gemüsepfannen, Sandwich-Füllungen
Tipp Langsam schmoren/konfieren → Umami wird intensiver und „runder“.
veganMediterran
Pilze›
Shiitake (getrocknet)★★★★★
Start 1–2 Stück / 1 TL Pulver
Best in Ramen/Brühen, vegane Fonds, Pilzsoßen, Risotto, Dumpling-/Ravioli-Füllungen, Wokgerichte, Eintöpfe, „vegane Jus“, Marinaden, Gemüsepfannen
Tipp Einweichwasser fein filtern und mitnehmen – das ist flüssiges Umami.
veganSynergie
Steinpilze (getrocknet)★★★★★
Start 5–10 g pro Topf
Best in Risotto, Rahm- & Bratensoßen, Pasta, Polenta, Pilzbutter, Eintöpfe, Schmorgerichte, Wild (falls), Suppen, vegetarische Bolognese, Füllungen
Tipp 15–30 Min. einweichen; Wasser filtern → perfekt als Soßen-/Brühbasis.
veganGourmet
Morcheln (getrocknet)★★★★★
Start 5–8 g (einweichen)
Best in Rahmsoßen, Kalb & Geflügel (falls), Spargelgerichte, Risotto, Pasta, feine Jus, Pilzragouts, Suppen, Omelett/Frittata (falls), Festtagsküche
Tipp Einweichwasser immer filtern (Sand!), dann als Fond verwenden.
veganPremium
Maitake / Kräuterseitling (frisch)★★★★☆
Start 1–2 Handvoll
Best in Pfanne (kross), Grill/Ofen, veganes Ragù, Soßen, Bowls, Pasta, Risotto, Sandwich-Füllung, Brühen/Hot Pot, Gemüsepfannen
Tipp Erst trocken anbraten, dann Fett/Sojasoße → maximale Röstaromen + Umami.
veganFleischig
Pilze (frisch, gemischt)★★★☆☆
Start 1–2 Handvoll
Best in Pfannengerichte, Soßen, Risotto, Pasta, Suppen, Omelett (falls), Füllungen, Burger-Patties (veg), Wok, Gravy, Salat-Topping (kross)
Tipp Nicht überladen: heiß, wenig rühren, bis Wasser verdampft – dann bräunen lassen.
veganAlltag
Käse (gereift)›
Parmigiano / Parmesan (sehr reif)★★★★★
Start 1–2 EL gerieben (oder Rinde mitziehen lassen)
Best in Pasta, Risotto, Suppen (Minestrone), Polenta, Pesto, Salate, Gemüse (z. B. Brokkoli/Zucchini), Butter/Parmesan-Butter, Soßen, Chips/Crunch (gerieben + gebacken)
Tipp Parmesanrinde in Brühe/Suppe mitziehen lassen → Umami ohne „Käsegefühl“.
nicht veganMediterran
Pecorino (gereift)★★★★☆
Start 1–2 EL gerieben
Best in Pasta (Cacio e Pepe/Amatriciana), Gemüse, Salate, Kartoffeln, Risotto, Suppen, herzhafte Tartes, Soßen (cremig), Ei-Gerichte (falls), Sandwich-Finish
Tipp Etwas Pfeffer + Zitronenabrieb macht’s weniger schwer und sehr aromatisch.
nicht veganItalien
Comté / Gruyère (lange gereift)★★★★☆
Start 1–2 EL gerieben
Best in Gratins & Aufläufe, Fondue, Käsesoßen, Zwiebelsuppe, Croque/Sandwich, Quiche, Kartoffelgerichte, Gemüse (überbacken), herzhafte Crêpes, Mac-&-Cheese-Style
Tipp Je älter, desto kräftiger (und umami-reicher).
nicht veganComfort
Cheddar (gereift)★★☆☆☆
Start 1–2 EL (gerieben) / 1–2 Scheiben
Best in Burger, Mac & Cheese, Toasties, Nachos/Queso, Chili, Ofenkartoffeln, Sandwiches, Gemüse (überbacken), Eierspeisen (falls), herzhafte Dips
Tipp Mit etwas Säure (Gurke/Zitrus/Essig) wirkt’s weniger „schwer“.
nicht veganKräftig
Fisch & Meeresfrüchte›
Katsuobushi★★★★☆
Start Handvoll / 1 L
Best in Dashi, Ramen/Udon, klare Suppen, Soßenbasis, Gemüsebrühen (als Boost), Okonomiyaki/Toppings, Tsuyu (Nudelsoße), Reisgerichte, schnelle Fonds
Tipp Kombu + Katsuobushi zusammen = klassischer Umami-Turbo.
nicht veganJapan
Niboshi (getrocknete Sardinen)★★★★☆
Start 3–6 Stück / 1 L
Best in Ramen-Brühen, klare Fischfonds, Tsukemen, Reisbrei/Congee, Eintöpfe mit Meer-Note, Dashi-Varianten, Soßenbasis, schnelle Suppen
Tipp Kurz ziehen lassen, sonst wird’s schnell zu intensiv/bitter.
nicht veganBrühe
Sardellen / Anchovis★★★★☆
Start 1–2 Filets
Best in Sugo & Ragù, Caesar-Dressing, Bagna Cauda, Gemüse (Brokkoli/Blumenkohl/Spinat), Butter/Anchovy-Butter, Pizza, Tapenade & Dips, Bratensoßen, Sandwiches
Tipp Im warmen Öl zerdrücken → verschwindet „fischig“, bleibt nur Tiefe.
nicht veganMediterran
Getrocknete Garnelen★★★★☆
Start 1–2 EL (kurz einweichen oder anrösten)
Best in Brühen & Fonds, Wokgerichte, Fried Rice, Dumpling-Füllungen, Nudelgerichte, Sambals & Dips, Gemüsepfannen, asiatische Salate, Currys, Suppen
Tipp Einweichwasser (gefiltert) ist perfekter Umami-Boost für Soßen/Brühen.
nicht veganSEA
Garnelenpaste (Belacan/Kapi)★★★★★
Start ¼–½ TL (sehr intensiv)
Best in Currypasten, Sambal, Wok & Stir-fry, Fried Rice, Thai/Viet Soßen, Gemüsepfannen, Brühen (Tom Yum-Style), Marinaden, Dips, BBQ-Glazes
Tipp Kurz anrösten (mit Fenster offen) → Aroma wird runder und weniger „spitz“.
nicht veganextrem
Muscheln (Vongole/Clams)★★★☆☆
Start 150–250 g / Person
Best in Pasta (Spaghetti Vongole), Suppen/Chowder, Bouillabaisse-Style, Risotto, Fischfonds, Eintöpfe, Soßenbasis, Meeresfrüchte-Ragù, Toast mit Sud
Tipp Kochsud abseihen = Gold. Mit Butter/Öl emulgieren → perfekte Soße.
nicht veganFond
Bottarga (getrockneter Fischrogen)★★★★☆
Start fein gerieben als Finish (½–1 TL)
Best in Pasta (Aglio e Olio-Style), Risotto, Eiergerichte (falls), Salate, Gemüse, Crostini, Meeresfrüchte, Butter/Öl als Finish, leichte Soßen ohne schwere Zutaten
Tipp Nicht kochen – immer am Ende drüberreiben, sonst verliert es Aroma.
nicht veganGourmet
Fonds & Reduktionen›
Rinder- / Kalbsfond★★★★☆
Start 100–200 ml (je nach Gericht)
Best in Bratensoßen/Jus, Demi-glace-Basis, Schmorgerichte, Risotto, Gravy, Pilzsoßen, Eintöpfe, Ramen (Beef-Style), Reduktionen, Ragù
Tipp Reduzieren + entfetten → maximaler Geschmack ohne Schwere.
nicht veganSterneküche
Demi-glace / Jus-Reduktion★★★★★
Start 1–2 EL (als Finish reicht oft 1 EL)
Best in Steak & Braten, Wildgerichte, Pilzgerichte, Soßenspiegel, Schmorgerichte, Kartoffeln/Pommes als Dip, Burger (als „Gravy“), Gemüse mit „Jus“-Touch, Pasta (wenig!) für Tiefe
Tipp Nicht „ertränken“: wenig, aber konzentriert – wie ein Aromakonzentrat.
nicht veganextrem
Konzentrierter Gemüsefond (reduziert)★★★☆☆
Start 100–200 ml oder als Reduktion 1–2 EL
Best in vegane Soßen/Gravy, Suppen & Eintöpfe, Risotto, Pilzsoßen, Schmorgerichte (vegan), Gemüsepfannen, Linsen/Beans, Nudelgerichte, Ofengemüse
Tipp Mit Pilzen + Sojasoße/Miso kombinieren → fast „Jus“-Feeling ohne Fleisch.
veganBasis
Fleisch›
Reifer Schinken (Prosciutto/Jamón)★★★★☆
Start 1–2 Scheiben
Best in Pasta & Risotto, Eiergerichte (falls), Gemüse (Spargel, Erbsen), Salate, Pizza/Flammkuchen, Sandwiches, Melone/Obst-Kontraste, Suppen als Topping, Crunch-Chips (ausgelassen)
Tipp Kurz auslassen → knuspriges Umami-Topping, Öl als Würzfett nutzen.
nicht veganCrunch
Speck / Bacon★★★★☆
Start 1–2 Streifen (oder 1–2 EL Speckwürfel)
Best in Bohnen & Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Suppen (z. B. Erbse), Pasta (Carbonara-Style), Gemüse (Kohl, Rosenkohl), Salate als Crunch, Eintöpfe, Soßen (als Basisfett), Frühstücksküche
Tipp Fett + Röstaromen sind der Booster: erst auslassen, dann Zwiebel/Pilze darin anbraten.
nicht veganComfort
Huhn (über Fond/Reduktion)★★☆☆☆
Start nach Rezept (Umami kommt v. a. aus gutem Fond)
Best in Hühnerbrühe, Suppen, Soßen/Jus, Risotto, Schmorgerichte, Ramen/Congee, Ragù (hell), Gemüse (mitziehen lassen), Gravies, Reispfannen
Tipp Fond stark reduzieren und entfetten – dann wird’s „klar“ und intensiv.
nicht veganklassisch
Gemüse & Basics›
Zwiebeln (langsam geschmort)★★☆☆☆
Start als Basis (Zeit statt Extra-Zutaten)
Best in Soßen & Ragù, Suppen, Eintöpfe, Currys, Pfannengerichte, Schmorgerichte, Gemüsegerichte, Bohnen/Linsen, Bratensoßen (veg), Gravy
Tipp 15–30 Min. sanft schmoren → Tiefe + Süße + „Umami-Gefühl“.
veganBasis
Knoblauch★★★☆☆
Start ½–1 Zehe (je nach Gericht)
Best in fast allem Herzhaften: Soßen, Suppen, Pfannen/Wok, Marinaden, Gemüse, Pasta, Dips, Dressings, Eintöpfe, Pilze, Ofengerichte
Tipp Sanft schmoren statt verbrennen – verbrannter Knoblauch ruiniert Umami.
veganAllround
Erbsen (grün)★★★☆☆
Start nach Rezept
Best in Suppen, Püree, Pasta, Risotto, Bowls, Salate, Gemüsebeilagen, Currys, Füllungen, Aufstriche
Tipp Mit Miso/Sojasoße (vegan) oder Käse (nicht vegan) wird’s deutlich herzhafter.
vegangrün
Spinat★★☆☆☆
Start nach Rezept
Best in Pasta, Pfannengerichte, Currys, Suppen, Quiche (falls), Dips, Füllungen, Aufläufe, Omelett (falls), Bowls
Tipp Mit etwas Umami-Booster (Miso/Sojasoße/Parmesan) wird’s „restaurantiger“.
vegangrün
Umami auf den Punkt gebracht: Fermente, Pilze, Algen und klare Fonds als Basis für Balance, Intensität und saubere Tiefe in der gehobenen Küche
Umami in der Küchenpraxis – vom Alltag bis zur Sterneküche
Umami wird selten durch nur eine Zutat hervorgerufen. Meist entsteht es als Architektur: ein Grundton durch freies Glutamat, oft verstärkt, wenn Inosinat (IMP) oder Guanylat (GMP) dazukommen. Röstaromen, Fett als Aromaträger und eine stimmige Säure-Balance sorgen dafür, dass diese Würze nicht schwer wirkt, sondern harmonisch und klar bleibt.
Der Umami-Baukasten
In der Praxis lässt sich Umami über drei Hebel aufbauen:
Verstärker (IMP/GMP, wenn vorhanden): Fleisch und Fisch (IMP), Pilze – besonders getrocknete (z. B. Shiitake) oder als Pulver (GMP).
Technik: Reifung und Fermentation (machen mehr freie Aromabausteine verfügbar), Trocknung (konzentriert), Rösten (gibt herzhafte Komplexität), Reduktion und langes Köcheln (extrahieren und verdichten).
So erklärt sich, dass Klassiker wie Tomatesoße mit Parmesan, geschmorte Fleischgerichte mit Pilzen oder Kombu plus Bonito nicht nur Tradition sind, sondern sensorisch sehr stimmige Kombinationen.
Umami Gegenspieler
Umami wirkt am besten mit Kontrast:
Säure hält herzhaftes Aroma frisch.
Röstaromen geben Kontur und Komplexität.
Fett trägt, darf aber nicht überdecken.
Salz verstärkt Umami – umami-reiche Zutaten sind oft eleganter als „mehr Salz“.
So wird Umami vom reinen Würz-Effekt zum Strukturwerkzeug: Es verbindet Aromen und gibt Gerichten Tiefe und das Gefühl von „Komplettheit“.
Sterneküche: Kontrolle statt Lautstärke
In der gehobenen Küche wird Umami präzise gesteuert: über Fermente, Garums, Pilzessencen, Algeninfusionen, klare Konsommés oder konzentrierte Jus. Entscheidend sind Intensität, Klarheit und Balance. Umami soll tragen, nicht zudecken.
Alltag: kleine Eingriffe, mehr Tiefe
Tomatensoße wird vollständiger, wenn die Tomaten reif sind und die Soße lange einkocht. Gereifte oder fermentierte Zutaten wie Parmesan, Miso oder ein kleiner Schuss Sojasoße liefern zusätzliche freie Umami-Stoffe und Reifearomen; das Einkochen konzentriert den Geschmack.
Pilze wirken zuverlässig als „Herzhaftmacher“, besonders getrocknet oder als Pulver: Sie bringen Tiefe in Rahmsoßen, Risotto oder Gemüsegerichte – häufig, ohne dass einfach nur mehr Salz nötig wäre.
Röstaromen sind dabei ein typischer Partner: angebratenes Tomatenmark, gut gebräunte Zwiebeln, kräftig geröstete Pilze. Fett trägt diese Aromen, ein wenig Säure (Zitrone, Wein, Essig) hält das Ergebnis lebendig.
Umami im Alltag auf einen Blick: Lange gekochte Tomatensoße, gereifte Zutaten und Pilze, getragen von Fett und ausbalanciert mit Säure
Küchenwelten
Umami ist ein universelles Prinzip. Jede Kultur hat eigene Wege entwickelt, ihren Speisen einen herzhaften Grundton zu verleihen. Ein Blick auf typische Techniken und Zutaten zeigt, wie unterschiedlich Umami entstehen kann, mal durch Fermentation, mal durch Hitze, Reifung oder Zeit:
Japan: Umami als Fundament
Dashi zeigt das Prinzip in Reinform: Kombu liefert Glutamat, Katsuobushi Inosinat. Zusammen entsteht eine klare, leichte Brühe mit erstaunlicher Tragkraft. Umami wirkt hier weniger über Schwere als über Präzision.
Korea: Tiefe durch Fermentation
Doenjang, Gochujang und Kimchi bringen freie Aminosäuren, Salz, Säure und komplexe Fermentationsnoten. Schon kleine Mengen geben Suppen und Schmorgerichten eine solide Basis, weil Fermentation Geschmack nicht nur hinzufügt, sondern in gut verfügbarer Form bereitstellt.
Südostasien: Umami aus der Flasche
Fisch- und Austernsoße liefern sofortige Tiefe, weil umamiaktive Stoffe bereits extrahiert und konzentriert vorliegen. Richtig dosiert schmeckt das Gericht nicht „nach Fischsoße“, sondern insgesamt runder. Limette, Kräuter und Chili setzen interessante Akzente.
China: Wok-Hitze plus umamireiche Soßen
Hohe Hitze erzeugt Röstaromen in Sekunden, während fermentierte oder reduzierte Soßen den Umami-Unterbau liefern. Tiefe entsteht hier weniger durch lange Garzeit als durch Technik und konzentrierte Würze.
Mittelmeerraum: Umami aus Reife, Trocknung und Salz
Parmigiano, gereifte Schinken, Sardellen und getrocknete Tomaten liefern Umami durch Reifung und Konzentration. Oliven und Kapern steuern vor allem salzige, oft fermentative Tiefe bei, und helfen so, umamireiche Zutaten harmonisch einzubetten. Darum wirken kleine Mengen so groß: Sardelle im Sugo, Parmesanrinde im Suppentopf, ein paar Flocken gereifter Käse über Gemüse.
Frankreich: Zeit als Zutat
Fonds, Demi-glace und Jus sind Umami in klassischer Form: Extraktion plus Reduktion, die Aromen verdichtet und verlängert. Moderne Ergänzungen wie Pilze, Algen oder ein Hauch Sojasoße passen ebenfalls in diese Logik, weil sie die Tragkraft erhöhen, ohne die Handschrift zu sehr zu verändern.
Der Küchenwelten-Katalog
Der Küchenwelten-Katalog ist ein kulinarischer Spickzettel für mehr Geschmack. Jede Karte zeigt, womit in den verschiedenen Küchenwelten und liefert dazu sofort umsetzbare Ideen. Am schönsten funktioniert das wie eine Ideensuche: stöbern, bis etwas hängen bleibt, oder einfach suchen, wonach einem gerade der Sinn steht, wie „Pasta“, „Suppe“, „Wok“, „BBQ“, „Ramen“. Schon tauchen passende Küchenwelten auf, inklusive ihrer stärksten Umami-Hebel. Ein Blick, ein Impuls und schon bekommt das Gericht genau jene Tiefe, die man nur schwer beschreiben kann, aber sofort schmeckt.
Legende: ★★★★★ extrem · ★★★★☆ sehr hoch · ★★★☆☆ hoch · ★★☆☆☆ mittel
Praxisbeispiele Mapo Tofu, Yu Xiang Aubergine, „Black Bean“ (Douchi) auf Bohnen/Gemüse, Kanton-Style Pfannensoße (helle Soja + optional Oyster + Zucker), Pak Choi kurz im Wok + Soße
Tipp Pasten zuerst im Öl anrösten, dann Flüssigkeit: so wird Umami rund statt roh – und Gemüse bleibt knackig.
WokPastenpräzise
Thailand & Vietnam★★★★★
Signature UmamiThailand: Fischsoße (Nam Pla, oder vegan), Curry-Pasten, Palmzucker + Limette/Tamarinde. Vietnam: Fischsoße (Nước Mắm, oder vegan), klare Brühen, Kräuter, Limette – Umami mit Frische.
Best in Currys, Tom Yum-Style, Pho/klare Brühen, Pad Thai, Pad Kra Pao-Style Wok, Salate (Som Tam/Gỏi), Dips & Dressings (Nước Chấm), Nudelgerichte, gebratener Reis, Marinaden/BBQ, Gemüsepfannen
Praxisbeispiele Nước Chấm als Universal-Dressing, Curry aus Paste (kurz anrösten), schnelle Pho-Brühe, Pad Kra Pao-Style Wokpfanne, Wokgemüse mit Umami-Finish + Limette
Tipp „Dreiklang“ für Wow: Umami + Säure + minimale Süße – dann erst Schärfe.
Best in Adobo-Style Schmorgerichte (auch Tofu/Pilze), Marinaden/Glazes, Reisgerichte (Knoblauchreis/Sinangag), Pancit-Nudeln, Gemüsepfannen, säuerliche Suppen-„Kicks“ (Sinigang-Feeling), schnelle Pfannensoßen, Resteküche „neu glänzen lassen“
Praxisbeispiele Adobo-Soße als Universal-Marinade, Knoblauchreis + Umami-Finish, Pancit mit würziger Soße, Gemüse mit „Adobo glaze“, säuerlicher Suppen-Twist (Limette/Essig + Umami)
Tipp Wenn ein Gericht satt, aber flach wirkt: ein Hauch Essig + ein Tropfen Soja macht’s sofort wacher und tiefer.
SäureAlltagReis
Südasien›
Indien & Südasien★★★★☆
Signature Umami lange Zwiebel-Tomaten-Basis (Masala) in vielen Currys, Rösten von Gewürzen, Ghee/Öl als Aromaträger, Hülsenfrüchte als Umami-Träger; typisch-südasiatische Tiefe auch über Kasuri Methi (Bockshornklee), Hing (Asafoetida), Curryblätter und Tamarinde (Balance + Tiefe)
Best in Currys & Dals, Gemüsecurrys, Linsen/Chickpeas, Reisgerichte, Eintöpfe, Pfannengerichte, „Gravy“-Soßen, Meal-Prep, Ofen/Grill-Marinaden (Tandoori-Style), Suppen & Brühen mit Gewürzbasis
Praxisbeispiele Masala-Basis auf Vorrat, Dal mit wirklich dunkler Zwiebelbasis, Kichererbsencurry, Tandoori-Style Joghurt-/Gewürzmarinade (optional) für Ofengemüse
Tipp Der Umami-Moment ist Geduld: Zwiebeln wirklich dunkelgold schmoren – das ist Tiefe ohne „Extra-Zutat“.
CurryMeal-PrepHülsenfrüchte
Sri Lanka / Curry-Küste★★★☆☆
Signature Umami geröstete Gewürze, Curryblätter, Zwiebelbasis, Kokos als Träger, Säure (Limette/Tamarinde); sehr traditionell optional: Maldive Fish (markanter Umami-Boost)
Best in Gemüsecurrys, Dhal/Linsen, Reis & Beilagen, würzige Sambols/Chutneys, schnelle Pfannen, Suppen, Meal-Prep-Schalen, Fisch/Meeresfrüchte (optional), Ofengemüse mit Curry-Finish
Praxisbeispiele Curry-Öl als Finish, geröstetes Gewürzprofil für Gemüse, Dhal mit Säure-Kick, Kokos-Curry als „samtige“ Basis
Tipp Umami wirkt hier mit Säure am Ende: Limette/Tamarinde macht’s lebendig statt schwer.
KokosSäureAromatisch
Nahost & Nordafrika›
Levante (Nahost)★★★☆☆
Signature Umami Röstaromen (Aubergine!), Sesam/Tahini (Körper), Oliven, ggf. Joghurt/Käse, lange geschmorte Zwiebeln – Umami wirkt hier oft über Rösten + Fett + Säurebalance
Best in Mezze & Dips, Ofengemüse, Auberginen-Gerichte, Hülsenfrüchte (Hummus/Ful), Salate, Grillgemüse, Reisgerichte, Soßen/Dressings, Brot & Sandwich-Füllungen, vegetarische Tellergerichte
Praxisbeispiele Baba Ganoush, Hummus „mit Tiefe“, Ofenaubergine mit Tahini-Soße, Linsen mit Zwiebelbasis
Tipp Umami kommt hier oft aus Röstaromen + Sesamfett; mit Zitrone wird’s lebendig statt schwer.
GemüseRöstaromenMezze
Maghreb (Nordafrika)★★★☆☆
Signature Umami Harissa (als Würzpaste), Oliven, lange Schmorzeit, Tomate; eingelegte Zitrone bringt vor allem Aroma & Säure (Balance), nicht „reines“ Umami
Best in Tajine/Schmorgerichte, Couscous, Kichererbsen & Linsen, Gemüsepfannen, Ofengerichte, Suppen, Grillmarinaden, würzige Soßen, Reisgerichte, herzhafte Eintöpfe
Praxisbeispiele Harissa-Schmor-Gemüse, Kichererbsen-Eintopf, Tajine-Style Soße, würzige Linsen mit Zwiebelbasis
Tipp Harissa in Öl anrösten (kurz!) – so wird sie tiefer und weniger „kantig“.
SchmorenWürzpasteHerzhaft
Persisch / Iran★★★☆☆
Signature Umami langsames Schmoren, Zwiebel-Süße, säuerliche Tiefe (Limette/Granatapfel), Nüsse als Körper (Walnuss), aromatische Gewürze (z. B. Safran) – Umami eher subtil, aber sehr „rund“
Best in Schmorgerichte, Reis (als Bühne), Hülsenfrüchte, Gemüsegerichte, Eintöpfe mit Säurebalance, Nuss-Soßen, Tellergerichte mit „samtiger“ Tiefe, Ofengerichte, Marinaden/Glazes, Winterküche
Praxisbeispiele Zwiebelbasis länger schmoren, „sauer + nussig“ Soße zu Gemüse, Reis mit aromatischem Fond, Granatapfel-Glaze als Finish
Tipp Hier gewinnt Balance: Tiefe entsteht durch Zeit + Süße/Säure – nicht durch maximale Salzigkeit.
Best in Linsen- & Hülsenfruchtgerichte, Eintöpfe (Wat-Style), Gemüsecurrys, Reis/Fladen als Träger, Meal-Prep, Schmorgerichte mit intensiver Basis, Suppen, Pfannengerichte, vegane „Comfort“-Bowl-Gerichte, würzige Soßen für Gemüse
Praxisbeispiele Zwiebelbasis sehr lange schmoren, Linsen-Wat als Umami-Grundrezept, Berbere-Öl als Finish, Gemüsepfanne mit „Wat“-Soße
Tipp Wenn’s nach „mehr“ schmecken soll: nicht mehr Chili – sondern Zwiebeln länger und tiefer schmoren.
veganLinsenSchmoren
Westafrika★★★★☆
Signature Umami kräftige Tomaten-Zwiebel-Basis + starke Reduktion, Chili-Wärme, Erdnuss (je nach Region) als Körper; regional optional als Umami-Anker: fermentierte Johannisbrotbohnen (iru/dawadawa/ogiri) oder getrocknete Fisch-/Shrimp-Komponenten
Best in Stews & Eintöpfe, Reisgerichte (Jollof-Feeling), Erdnuss-Soßen, Hülsenfrüchte, Okra-Eintopf, Ofen- & Pfannengerichte, Gemüse mit kräftiger Soße, Meal-Prep, Suppen, Soßen zu Reis & Couscous
Praxisbeispiele Tomatenbasis bewusst reduzieren, Jollof-Style Reis mit kräftiger Soße, Okra-Stew (Textur + Tiefe), Erdnuss-Stew zu Gemüse, „Stew“ als Wochenbasis
Tipp Die Magie ist Reduktion: Soße so lange leise köcheln, bis sie „klebt“ – dann schmeckt’s sofort tief.
ReisEintopfMeal-Prep
Amerika & Modern›
Mexiko★★★★☆
Signature Umami geröstete Tomate/Chili, Adobo-Feeling, langsame Salsas, Bohnen & Mais als Träger, ggf. Käse/Fleisch (optional)
Best in Tacos & Bowls, Salsas, Bohnen/Chili, Schmorgerichte, BBQ-Style, Ofengemüse, Reisgerichte, Suppen, Nachos/Dips, Burritos, Streetfood-Soßen
Praxisbeispiele Salsa aus gerösteten Tomaten, Bohnen mit Umami-Basis, Adobo-Style Marinade, Taco-Füllung „mit Tiefe“
Tipp Rösten ist hier der Shortcut: Tomate/Chili anrösten, dann pürieren – das schmeckt sofort „groß“.
Signature Umami Röstaromen vom Grill/Ofen, kräftige Schmorbasen; Argentinien: Asado + Chimichurri als Kontrast. Brasilien: Bohnen-Schmor-Tiefe (Feijoada-Logik). Peru/Anden: Aji + Limette (Frische auf Tiefe).
Best in Grill- & Ofengerichte, Schmorgerichte, Reis & Bohnen, Kartoffeln & Mais, Bowls, Kräuter-Soßen als Finish, Eintöpfe, Streetfood-Style Teller, Marinaden, Gemüse vom Grill
Praxisbeispiele Asado-Style Rösten + Chimichurri, Bohnen-Schmor-Basis als Umami-Träger, Aji-Limetten-Soße für Gemüse, Ofengemüse + Kräuter-Säure-Finish
Tipp Umami hier = Rösten + Salz + Kräuter-Säure am Ende. Erst Tiefe, dann Frische.
GrillKräuterAlltag
Würzpasten, Soßen, Chili, Knoblauch und Gewürze für den tiefen, herzhaften Geschmack südasiatischer Speisen
Mononatriumglutamat
Mononatriumglutamat (MSG, E621) ist das Natriumsalz der Aminosäure Glutaminsäure. In Wasser zerfällt es in Natrium und Glutamat – der geschmacksaktive Baustein, der auch als freies Glutamat natürlicherweise in Lebensmitteln vorkommt, z. B. in reifen Tomaten, gereiftem Käse oder fermentierten Produkten. Chemisch betrachtet unterscheidet der Körper nicht zwischen Glutamat aus MSG und freiem Glutamat aus Lebensmitteln.
Internationale Gutachtergremien kommen seit Langem zu dem Schluss, dass Glutamat/Glutamate bei üblicher Verwendung eine sehr niedrige Toxizität zeigt. Die FAO/WHO-Sachverständigen (JECFA) vergaben deshalb eine Gruppen-ADI (Acceptable Daily Intake) „not specified“, das heißt: Eine zahlenmäßige Obergrenze ist aus toxikologischer Sicht nicht erforderlich, solange es gemäß „Good Manufacturing Practice“ eingesetzt wird.
Die EFSA leitete 2017 für als Zusatzstoffe eingesetzte Glutamate (E 620–E 625) eine Gruppen-ADI von 30 mg/kg Körpergewicht/Tag ab. Das ist nicht automatisch ein Widerspruch, sondern spiegelt einen anderen Bewertungsrahmen und ein vorsorglicheres Ableitungsverfahren wider. Zugleich wurde aber darauf hingewiesen, dass die geschätzte Aufnahme in einzelnen Gruppen darüber liegen kann.
Die US-FDA stuft MSG als GRAS ein. In Studien lassen sich Beschwerden nicht zuverlässig reproduzieren; bei einem kleinen Anteil empfindlicher Personen traten kurzfristige, meist milde Symptome vor allem nach ≥ 3 g MSG ohne Nahrung auf. Eine typische Portion eines Lebensmittels mit zugesetztem MSG enthält meist < 0,5 g.
Aus den Sicherheitsbewertungen und der Studienlage lassen sich für die Küchenpraxis ein paar klare Schlüsse ziehen:
Mononatriumglutamat (MSG) ist eine standardisierte Umami-Quelle. Es liefert freies Glutamat, denselben geschmacksaktiven Baustein, der auch in vielen Lebensmitteln natürlich vorkommt. Der Vorteil liegt weniger in „mehr Geschmack“, sondern in Kontrolle und Dosierbarkeit.
In üblichen Mengen gilt MSG als sicher. Große Behörden und Expertengremien bewerten Glutamate seit Langem als unbedenklich bei normaler Verwendung. Unterschiede in den Zahlen (z. B. EFSA vs. JECFA) spiegeln vor allem unterschiedliche Bewertungsansätze und Vorsorgeannahmen wider, nicht automatisch gegensätzliche Befunde.
Die Dosis macht die Musik, vor allem sensorisch. MSG wirkt schon in kleinen Mengen. Zu viel schmeckt schnell künstlich. In der Praxis ist es ein Feinwerkzeug, kein Hauptdarsteller.
Für empfindliche Personen zählt der Kontext. Beschwerden wurden, wenn überhaupt, vor allem nach sehr hohen Einzelmengen und besonders ohne gleichzeitige Mahlzeit beschrieben. Wer sich als sensibel erlebt, fährt pragmatisch besser mit kleinen Mengen im Essen, oder nutzt Umami über natürliche Quellen wie Pilze, Tomate, Käse oder Fermentiertes.
Natrium bleibt ein Thema, aber mit Spielraum. MSG enthält zwar Natrium, jedoch deutlich weniger pro Gramm als Kochsalz. In vielen Gerichten lässt sich deshalb ein Teil des Salzes einsparen.
Unterm Strich steht MSG kulinarisch für präzise Umami-Steuerung. Kleine Mengen können Gerichte abrunden, ohne das Aroma zu überdecken.
Für alle, die tiefer in das Thema einsteigen wollen
Bei einem regelmäßigen Verzehr von Milchprodukten, Fisch oder Fleisch ist ein Vitamin B12 Mangel unwahrscheinlich. Aber wieviel davon brauchen wir, um unseren Bedarf zu decken? Um diese Frage zu beantworten, wurden die Mengen tierischer Lebensmittel berechnet, die den Tagesbedarf von 4 µg Vitamin B12 decken. Die Berechnungen zeigen, dass die Empfehlung selbsternannter Ernährungsexperten, es reiche vollkommen, ab und an mal ein bisschen Fisch zu essen, mit Vorsicht zu genießen ist.
Auch wer täglich zwei bis drei Portionen Milchprodukte, also jeden Tag 200 bis 300 g Milch, Käse, Joghurt und Quark verzehrt, muss wöchentlich mindestens eine Fisch- oder Fleischmahlzeit zu sich nehmen. Je nachdem welche Sorte Fleisch oder Fisch verzehrt wird, können auch fünf oder sechs Portionen nötig sein, da die Unterschiede in Gehalt und Verfügbarkeit des Vitamins beträchtlich variieren. Wer seinen Fleischkonsum einschränken und sich überwiegend vegetarisch ernähren möchte, sollte nicht zu Huhn oder Pute greifen, da sie nur wenig Vitamin B12 enthalten. Für die Versorgung mit Vitamin B12 hervorragend geeignet sind:
Körniger Frischkäse und Kochkäse
Emmentaler, Halloumi und Camembert
Kaninchen, Rindfleisch und Lamm
Hering, Makrele, Forelle und Lachs
Tintenfisch und Muscheln
Da die Aufnahme von Vitamin B12 auf 1,5-2 µg je Mahlzeit begrenzt ist, sollten Milchprodukte, Fisch oder Fleisch maßvoll aber regelmäßig verzehrt werden.
Bedarf
Im Jahr 2018 wurden die Referenzwerte für den Bedarf von
Erwachsenen an Vitamin B12 von 3 auf 4 µg je Tag erhöht. Die empfohlene
Zufuhr ist so ausgelegt, dass sie nicht nur vor Mangelzuständen schützt,
sondern auch eine gewisse Körperreserve schafft. Bei der Ermittlung des
Referenzwerts von 4 µg/Tag wurde eine Bioverfügbarkeit von bis zu
40 % angenommen. Das Vitamin B12 aus Milchprodukten ist jedoch mit einer
Absorptionsrate von bis zu 65 % deutlich besser verwertbar, während jenes
aus Eiern nur zu ungefähr 30 % absorbiert wird. Für die Lebensmittel,
deren Verfügbarkeit von 40 % abweicht, wurden zusätzlich die erforderlichen
Mengen bei der tatsächlichen Bioverfügbarkeit ermittelt.
Laut der Analyse der »Nationalen Verzehrsstudie II« liegt
die mittlere Aufnahme von Vitamin B12 in Deutschland bei Frauen und Männern im
Alter von 15 bis 80 Jahren bei 3,8 bzw. 5,3 µg je Tag. Ungefähr die Hälfte
aller Frauen und 20 % der Männer erreichen nicht die empfohlene tägliche
Zufuhr von Vitamin B12. Da die Reservekapazität des Körpers 3 bis 5 Jahre
beträgt, dauert es aber viele Jahre, bis es zu einem Mangel kommt.
Fleisch
Die besten fleischlichen Quellen für Vitamin B12 sind Kaninchen und Rindfleisch, gefolgt von Ziege und Lamm. Eine Portion deckt bereits den Tagesbedarf. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt jedoch, höchstens 300 bis 600 g Fleisch je Woche zu verzehren, denn wer viel rotes Fleisch (Rind, Kalb, Schwein, Lamm etc.) und dessen Produkte (Wurst und Schinken) verzehrt, hat ein erhöhtes Risiko an Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes zu erkranken.
Nur Kaninchen und Rindfleisch haben einen ausreichend hohen Vitamin B12 Gehalt, der bei einem wöchentlichen Verzehr von bis zu 600 g auch dann den Bedarf deckt, wenn keine anderen tierischen Produkte dazu beitragen. Den Bedarf an Vitamin B12 mit Geflügelfleisch zu decken, erfordert den Verzehr sehr großer Mengen. Erst ein Kilogramm davon liefert den Tagesbedarf B12. Bei einem dauerhaft hohen Verzehr von Geflügel steigt jedoch das Risiko für Nieren- und Schilddrüsenkrebs.
Welche Menge an Fleisch deckt den Tagesbedarf von 4 µg Vitamin B12?
Lebensmittel
Menge
Energie
Hauskaninchen
40
g
60
kcal
Rind
90 g
140 kcal
Ziege
130 g
190 kcal
Lamm
100 – 165 g
175 – 295 kcal
Schaf
125 – 210 g
190 – 320 kcal
Schwein
220 g
395 kcal
Kalb
365 g
465 kcal
Pute
1000 g
1100 kcal
Taube
1000 g
1810 kcal
Wachtel
1000 g
1130 kcal
Huhn
845 – 1335 g
975 – 1535 kcal
Ente
1335 g
2520 kcal
Gans
1335 g
3505 kcal
Fleischsorten und -mengen, die den Tagesbedarf von 4 µg Vitamin B12 decken, jeweils für eine Bioverfügbarkeit von ca. 40 bis 67 % (Lamm) oder 63 % (Huhn).
Wild enthält ebenfalls viel Vitamin B12. Nur wenige Gramm Wildente decken bereits den Tagesbedarf. Wild kann allerdings auch Parasiten enthalten. Insbesondere Schwangere und immunschwache Personen sollten daher Wildfleisch und daraus hergestellte Produkte nur vollständig durchgegart verzehren. Es kann auch hohe Gehalte von Dioxinen und PCB (Polychlorierte Biphenyle) aufweisen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) geht aber davon aus, dass auch bei einer Menge von bis zu 10 Wildfleischmahlzeiten im Jahr keine Gesundheitsrisiken bestehen.
Welche Menge an Wild deckt den Tagesbedarf von 4 µg Vitamin B12?
Lebensmittel
Menge
Brennwert
Wildente
5
g
15
kcal
Wildkaninchen
45
g
65
kcal
Wildschwein
105
g
160
kcal
Hase
445
g
680
kcal
Hirsch
445
g
675
kcal
Reh
445
g
600
kcal
Wildsorten und -mengen, die den Tagesbedarf von 4 µg Vitamin B12 decken.
Fisch und Meeresfrüchte
Im Gegensatz zu Fleisch ist der Verzehr von Fisch tendenziell gesundheitsfördernd. Meta-Analysen zeigen bei einem regelmäßigen Fischverzehr ein deutlich geringeres Risiko für Demenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Nur eine halbe Portion Hering, Makrele oder Forelle decken den Tagesbedarf an Vitamin B12. Eine gute Quelle sind auch Thunfisch, Lachs und Seelachs. Von anderen Fischen, wie zum Beispiel dem Kabeljau, müssten schon zwei Portionen verzehrt werden.
Den Bedarf an Vitamin B12 ausschließlich über Fisch zu decken ist zwar möglich, aber das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) teilte in seiner Stellungnahme vom 29. März 2004 mit, dass die Belastung der europäischen Bevölkerung durch Quecksilber in Fisch nach wie vor hoch ist. Das BfR erachtet den Verzehr von Fisch dennoch als gesundheitsförderlich und schließt sich der Empfehlung der Fachgesellschaften an, ein bis zwei Portionen Fisch je Woche zu verzehren, zumal die in Deutschland bevorzugten Fische, Hering, Forelle, Seelachs und Karpfen, gemäß einer bundesweiten Überprüfung nicht zu den hoch belasteten Fischen gehören. Schwangere und Stillende sollten auf den Verzehr von Fischen wie Thunfisch verzichten, da diese potenziell höher mit Quecksilber belastet sein können.
Welche Menge an Fisch deckt den Tagesbedarf von 4 µg Vitamin B12?
Lebensmittel
Menge
Energie
Hering
45 g
115 kcal
Makrele
55 g
185 kcal
Forelle
75 g
90 kcal
Thunfisch
90 g
220 kcal
Lachs
100 g
200 kcal
Rotbarsch
100 g
120 kcal
Bachsaibling
120 g
135 kcal
Seelachs
145 g
165 kcal
Wels
175 g
325 kcal
Hecht
180 g
175 kcal
Zander
220 g
220 kcal
Karpfen
250 g
340 kcal
Scholle
250 g
250 kcal
Kabeljau
310 g
275 kcal
Barsch
365 g
350 kcal
Heilbutt
365 g
400 kcal
Seezunge
365 g
350 kcal
Sardine
2000 g
2720 kcal
Fischsorten und -mengen, die den Tagesbedarf von 4 µg Vitamin B12 decken.
Einige Meeresfrüchte enthalten sehr viel Vitamin B12, allerdings sind Austern und Kaviar keine alltäglichen Nahrungsmittel. Tintenfisch jedoch ist eine gute Quelle für Vitamin B12, die sich leicht öfter mal in den Speiseplan einbauen lässt.
Welche Menge an Meeresfrüchten deckt den Tagesbedarf von 4 µg Vitamin B12?
Lebensmittel
Menge
Energie
Fischrogen
20 g
30 kcal
Austern
25 g
20 kcal
Miesmuschel
55 g
35 kcal
Tintenfisch
70 g
65 kcal
Flusskrebs
155 g
110 kcal
Jakobsmuschel
180 g
165 kcal
Garnele
220 g
235 kcal
Hummer
445 g
380 kcal
Krabbe
500 g
460 kcal
Surimi
665 g
760 kcal
Languste
800 g
785 kcal
Mengen von Meeresfrüchten, die den Tagesbedarf von 4 µg Vitamin B12 decken.
Innereien
Die beste Quelle für Vitamin B12 ist Leber. Bereits wenige Gramm decken den Tagesbedarf. Aber Leber enthält auch sehr viel Vitamin A. Eine Portion Schweineleber von 150 g deckt rein rechnerisch den Bedarf an Vitamin A von mehr als zwei Monaten. Eine Aufnahme großer Mengen Vitamin A über einen längeren Zeitraum schadet allerdings der Gesundheit. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, Innereien nur gelegentlich zu verzehren, d. h. alle zwei bis drei Wochen. Schwangere sollten auf den Verzehr von Leber ganz zu verzichten. Außerdem sind Innereien besonders reich an Purin. Wer zu Nierensteinen oder Gicht neigt, sollte daher ebenfalls auf den Verzehr von Leber verzichten. Aufgrund des hohen Gehalts an Arachidonsäure sind Innereien auch für Rheumatiker bedenklich.
Welche Menge an Leber deckt den Tagesbedarf von 4 µg Vitamin B12?
Nahrungsmittel
Menge
Energie
Rinderleber
5 – 10 g
10 – 15 kcal
Kalbsleber
5 – 10 g
5 – 10 kcal
Schweinsleber
10 – 15 g
15 – 25 kcal
Hühnerleber
15 – 25 g
25 – 35 kcal
Mengen verschiedener Sorten Leber, die den Tagesbedarf von 4 µg Vitamin B12 decken.
Milchprodukte und Eier
Für Vegetarier lässt sich der Bedarf an Vitamin B12 am
leichtesten durch Käse decken. 80 bis 140 g Emmentaler, Halloumi oder
Camembert am Tag decken bereits den Bedarf. Wer auf die schlanke Line achtet,
sollte zu körnigem Frischkäse oder Kochkäse greifen, 125 bis 200 g am Tag
reichen vollkommen aus. Auch Quark ist eine relativ kalorienarme Quelle für
Vitamin B12. Eier sind nur ergänzend sinnvoll, denn der Tagesbedarf wird erst
durch fünf bis sechs Eier gedeckt.
Welche Menge an Milchprodukten oder Eiern deckt den Tagesbedarf von 4 µg Vitamin B12?
Nahrungsmittel
Menge
Energie
Emmentaler
80 – 130 g
300 – 490 kcal
Halloumi
85 – 140 g
310 – 505 kcal
Camembert
90 – 145 g
250 – 405 kcal
Tilsiter
110 – 180 g
395 – 645 kcal
Edamer
115 – 190 g
415 – 675 kcal
Greyerzer
125 – 200 g
485 – 790 kcal
Kochkäse
125 – 200 g
150 – 245 kcal
Körniger Frischkäse
125 – 200 g
130 – 210 kcal
Parmesan
125 – 200 g
485 – 790 kcal
Romadur
125 – 200 g
360 – 585 kcal
Gouda
130 – 210 g
470 – 765 kcal
Mozzarella
190 – 310 g
500 – 810 kcal
Gorgonzola
205 – 335 g
730 – 1185 kcal
Quark
245 – 400 g
205 – 330 kcal
Eier
265 – 355 g
365 – 485 kcal
Roquefort
410 – 665 g
1475 – 2400 kcal
Dickmilch
490 – 800 g
315 – 510 kcal
Frischkäse
490 – 800 g
1660 – 2695 kcal
Kefir
490 – 800 g
320 – 520 kcal
Schmand
615 – 1000 g
1770 – 2880 kcal
Feta
615 – 1000 g
1750 – 2840 kcal
Joghurt
615 – 1000 g
300 – 490 kcal
Milch
615 – 1000 g
295 – 480 kcal
Schafskäse
615 – 1000 g
1750 – 2840 kcal
Schlagsahne
615 – 1000 g
1865 – 3030 kcal
Mascarpone
820 – 1335 g
3175 – 5160 kcal
Ricotta
820 – 1335 g
995 – 1615 kcal
Saure Sahne
820 – 1335 g
1535 – 2495 kcal
Schmelzkäse
820 – 1335 g
2685 – 4360 kcal
Ayran
1230 – 2000 g
430 – 700 kcal
Buttermilch
1230 – 2000 g
455 – 740 kcal
Molke
1230 – 2000 g
310 – 500 kcal
Mengen, die den Tagesbedarf von 4 µg Vitamin B12 decken, für eine Auswahl an Milchprodukten und Eiern, jeweils für eine Bioverfügbarkeit von 40 bis 65 % (Milchprodukte) bzw. bis 30 % (Ei).
Mischkost
Die Berechnung der erforderlichen Menge Fleisch oder Fisch, um den Bedarf an Vitamin B12 zu decken, bei einer täglichen Grundversorgung mit 2 bis 3 Portionen Milchprodukte (200 bis 300 g) zeigt, dass bereits eine Portion Hering, Makrele, Tintenfisch, Forelle oder Hauskaninchen in der Woche ausreicht.
Für eine vollwertige Ernährung empfiehlt die DGE sowohl täglich 200 bis 250 g Milchprodukte und 50 bis 60 g Käse als auch wöchentlich drei Eier und bis zu sechs Portionen Fisch und Fleisch zu verzehren, nämlich 300 – 600 g fettarmes Fleisch und zwei Portionen Fisch (80 – 150 g Seefisch wie Kabeljau oder Rotbarsch und 70 g fettreichen Seefisch wie Lachs, Makrele oder Hering). Die Empfehlung der DGE für den Fleischverzehr ist plausibel, wenn der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von 60 kg Fleisch und 14 kg Fisch berücksichtigt wird. Den größten Anteil am Fleischverbrauch hat Schweinefleisch mit 60 % gefolgt von 20 % Geflügel und 17 % Rind und Kalb. Bei dieser Verteilung sind wöchentlich sechs Portionen Fleisch nötig, um einen Bedarf von 4 µg Vitamin B12 zu decken.
Welche Menge an Fleisch oder Fisch deckt den wöchentlichen Bedarf an Vitamin B12, wenn täglich 2 bis 3 Portionen Milchprodukte wie Käse, Quark und Joghurt sowie drei Eiern je Woche verzehrt werden?
Nahrungsmittel
Menge
Hauskaninchen
80 g
Hering
100 g
Makrele
120 g
Tintenfisch
150 g
Forelle
160 g
Rind
190 g
Thunfisch
190 g
Lachs
210 g
Rotbarsch
210 g
Seelachs
310 g
Flusskrebs
330 g
Lamm
360 g
Jacobsmuschel
390 g
Schwein
480 g
Garnele
480 g
Zander
480 g
Karpfen
540 g
Kabeljau
660 g
Kalb
780 g
Surimi
1440 g
Pute
2160 g
Huhn
2880 g
Wöchentlicher Bedarf an Fleisch oder Fisch, um den Bedarf von Vitamin B12 zu decken, bei einem täglichen Verzehr von 2 bis 3 Portionen Milchprodukte wie Käse, Quark und Joghurt sowie drei Eiern je Woche.
Sinnvolle Menge je Mahlzeit
Die Anzahl der Vitamin B12-Rezeptoren ist begrenzt. Dadurch können je Mahlzeit lediglich 1,5 -2 µg des Vitamins aufgenommen werden. Ab und an eine große Fleisch- oder Fischmahlzeiten gleicht folglich eine längere Phase des Verzichts auf tierische Lebensmittel nicht aus. Wer den Verzehr tierischer Lebensmittel einschränken möchte, sollte sie regelmäßig und in geringen Mengen zu sich nehmen.
Die folgenden Tabellen listen die Mengen an Milchprodukten, Eiern, Fisch und Fleisch auf, deren Vitamin B12 vollständig absorbiert werden kann, abgeschätzt für eine maximale Aufnahme von 1,5 µg Vitamin B12 je Mahlzeit.
Eier und Milchprodukte je Mahlzeit
Lebensmittel
Menge
Energie
Emmentaler
30 – 50 g
115 – 185 kcal
Halloumi
30 – 50 g
115 – 190 kcal
Camembert
35 – 55 g
95 – 150 kcal
Tilsiter
40 – 70 g
150 – 240 kcal
Edamer
45 – 70 g
155 – 255 kcal
Körniger Frischkäse
45 – 75 g
50 – 80 kcal
Kochkäse
45 – 75 g
55 – 90 kcal
Romadur
45 – 75 g
135 – 220 kcal
Greyerzer
45 – 75 g
185 – 295 kcal
Parmesan
45 – 75 g
185 – 295 kcal
Gouda
50 – 80 g
175 – 285 kcal
Mozzarella
70 – 115 g
185 – 305 kcal
Gorgonzola
75 – 125 g
275 – 445 kcal
Quark
90 – 150 g
75 – 125 kcal
Hühnerei
100 – 135 g
135 – 185 kcal
Roquefort
155 – 250 g
555 – 900 kcal
Dickmilch
185 – 300 g
120 – 190 kcal
Kefir
185 – 300 g
120 – 195 kcal
Frischkäse
185 – 300 g
620 – 1010 kcal
Milch
230 – 375 g
110 – 180 kcal
Joghurt
230 – 375 g
115 – 185 kcal
Feta
230 – 375 g
655 – 1065 kcal
Schafskäse
230 – 375 g
655 – 1065 kcal
Schmand
230 – 375 g
665 – 1080 kcal
Schlagsahne
230 – 375 g
700 – 1135 kcal
Ricotta
310 – 500 g
370 – 605 kcal
Saure Sahne
310 – 500 g
575 – 935 kcal
Schmelzkäse
310 – 500 g
1005 – 1635 kcal
Mascarpone
310 – 500 g
1190 – 1935 kcal
Molke
460 – 750 g
115 – 190 kcal
Ayran
460 – 750 g
160 – 265 kcal
Buttermilch
460 – 750 g
170 – 280 kcal
Mengen an Eiern und Milchprodukten, deren Vitamin B12 vollständig absorbiert werden kann (abgeschätzt für eine maximale Aufnahme von 1,5 µg Vitamin B12 je Mahlzeit).
Fisch und Meeresfrüchte je Mahlzeit
Lebensmittel
Menge
Energie
Klaffmuschel
1 g
1 kcal
Fischrogen
10 g
10 kcal
rohe Austern
10 g
5 kcal
Hering
15 g
45 kcal
Miesmuschel
20 g
15 kcal
geräucherte Makrele
20 g
70 kcal
Tintenfisch
25 g
25 kcal
Forelle
25 g
35 kcal
Thunfisch
35 g
85 kcal
Rotbarsch
35 g
45 kcal
Lachs
35 g
75 kcal
geräucherter Lachs
45 g
80 kcal
Bachsaibling
45 g
50 kcal
Seelachs
55 g
60 kcal
Flusskrebs
60 g
40 kcal
Wels
65 g
120 kcal
Jakobsmuschel
70 g
60 kcal
Hecht
70 g
65 kcal
Zander
85 g
85 kcal
Garnele
85 g
90 kcal
Scholle
95 g
95 kcal
Karpfen
95 g
125 kcal
Schnecken
115 g
85 kcal
Kabeljau
115 g
105 kcal
Barsch
135 g
130 kcal
Seezunge
135 g
130 kcal
Heilbutt
135 g
150 kcal
Hummer
165 g
140 kcal
Krabbe
190 g
175 kcal
Surimi
250 g
285 kcal
Languste
300 g
295 kcal
Sardine
750 g
1020 kcal
Mengen an Fisch und Meeresfrüchten, deren Vitamin B12 vollständig absorbiert werden kann (abgeschätzt für eine maximale Aufnahme von 1,5 µg Vitamin B12 je Mahlzeit).
Fleisch je Mahlzeit
Lebensmittel
Menge
Energie
Rinder-, Schwein- oder Kalbsleber
2 – 4 g
3 – 5 kcal
Hühnerleber
5 – 10 g
10 – 15 kcal
Wildente
0 g
5 kcal
Hauskaninchen
15 g
20 kcal
Wildkaninchen
15 g
25 kcal
Rindfleisch
35 g
50 kcal
Lammfilet
35 – 65 g
65 – 110 kcal
Wildschwein
40 g
60 kcal
Schaf
45 – 80 g
70 – 120 kcal
Ziege
50 g
70 kcal
Schweinefleisch
85 g
150 kcal
Kalbfleisch
135 g
175 kcal
Reh
165 g
225 kcal
Hirsch
165 g
255 kcal
Hase
165 g
255 kcal
Hähnchenbrust
315 – 500 g
365 – 575 kcal
Putenbrust
375 g
415 kcal
Wachtel
375 g
425 kcal
Taube
375 g
680 kcal
Ente
500 g
945 kcal
Gans
500 g
1315 kcal
Mengen an Fleisch und Innereien (Leber), deren Vitamin B12 vollständig absorbiert werden kann (abgeschätzt für eine maximale Aufnahme von 1,5 µg Vitamin B12 je Mahlzeit).
Vegan
Veganern, die keine tierischen Produkte zu sich nehmen,
bleiben als Nahrungsquelle für Vitamin B12 nur fermentierte Lebensmittel wie
Tempeh, Miso, Pilze oder Algen. Um den Bedarf mit fermentierten Sojaprodukten
oder Pilzen zu decken, ist allerdings der tägliche Verzehr von einem halben
Kilogramm Tempeh, zwei Litern Misopaste oder vier Kilogramm Austernpilzen
nötig. Ob der Bedarf mit Algen gedeckt werden kann, ist noch nicht abschließend
geklärt, denn die Bioverfügbarkeit des Vitamin B12 aus Algen wird kontrovers
diskutiert, zumal das Bundesinstitut für Risikobewertung vor dem hohen
Jodgehalt in getrockneten Algen warnt. Veganer müssen also auf
Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen oder verarbeitete Lebensmittel mit
Vitaminzusatz zu sich nehmen.
Quellen
Elmadfa, I., Leitzmann, C.: Ernährung des Menschen, Verlag Eugen Ulmer Stuttgart, 2015.
Leitzmann, C., Keller, M.: Vegetarische und vegane Ernährung. Verlag Eugen Ulmer Stuttgart, 2020.
Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel: Nationale VerzehrsStudie II, Ergebnisbericht Teil 2, 2008.
Deutsches Ernährungsberatungs und Informationsnetz: Bundeslebensmittelschlüssel, Max-Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel: http://www.ernaehrung.de/lebensmittel/.
Ströhle, A., Richter, M., González‐Gross, M., Neuhäuser‐Berthold, M., Wagner, K., Leschik‐Bonnet, E., Egert, S., The Revised D‐A‐CH‐Reference Values for the Intake of Vitamin B12: Prevention of Deficiency and Beyond. Mol. Nutr. Food Res. 2019, 63, 1801178.
Tucker, K.L.; Rich, S.; Rosenberg, I.; Jacques, P.; Dallal, G.; Wilson, P.W.; Selhub, J. Plasma vitamin B–12 concentrations relate to intake source in the Framingham Offsprings study. Am. J. Clin. Nutr. 2000, 71, S. 514–522.
Doets E.L., in ›t Veld P.H., Szczecińska A., Dhonukshe-Rutten R.A.M., Cavelaars A.E.J.M., van ›t Veer P., Brzozowska A., de Groot L.C.P.G.M.: Systematic Review on Daily Vitamin B12 Losses and Bioavailability for Deriving Recommendations on Vitamin B12 Intake with the Factorial Approach. Ann. Nutr. Metab. 2013, 62, 311-322.
Bundesinstitut für Risikobewertung: gesundheitliche Risiken durch zu hohen Jodgehalt in getrockneten Algen. Aktualisierte Stellungnahme Nr. 026/2007 des BfR vom 22. Juni 2004.
Bundesinstitut für Risikobewertung: Quecksilber und Methylquecksilber in Fischen und Fischprodukten – Bewertung durch die EFSA, Stellungnahme des BfR vom 29. März 2004.
Bundesinstitut für Risikobewertung: Verbrauchertipp für Schwangere und Stillende, den Verzehr von Thunfisch einzuschränken, hat weiterhin Gültigkeit, Stellungnahme Nr. 041/2008 des BfR vom 10. September 2008.
Bundesinstitut für Risikobewertung: Wildfleisch: Gesundheitliche Bewertung von humanpathogenen Parasiten, Stellungnahme Nr. 045/2018 des BfR vom 21. Dezember 2018.
Bundesinstitut für Risikobewertung: Dioxin- und PCB-Gehalte in Wild stellen keine Gesundheitsgefahr dar, Stellungnahme Nr. 048/2011 des BfR vom 16. Mai 2011.
Fardet, A., Boirie, Y.: Associations between food and beverage groups and major diet-related chronic diseases: an exhaustive review of pooled/meta-analyses and systematic reviews, Nutrition Reviews, Volume 72, Issue 12, 2014, S. 741–762.
Schenk, M.: Interview mit Professor Dr. Dr. Harald zur Hausen: Infektionen und Krebs: Viren als Auslöser von Darmkrebs? DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift, 139 (15), 2014, S. 761-763.
Pro-Kopf-Konsum von Fleisch in Deutschland nach Art in den Jahren 2016 bis 2018, Statista, 27.03.2019.
Pro-Kopf-Konsum von Fisch in Deutschland bis 2018, Statistica, 02.10.2019.
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